E-Commerce

Ihr Shop verdient perfekte Daten

Stephan Ludden
06.04.2020
4 Min

Wie Sie die Datenflut in den Griff bekommen und mehr Kaufabschlüsse generieren

Daten, Daten und noch mehr Daten: Viele Unternehmen im E-Commerce haben massenweise mit ihnen zu kämpfen. Oft sind die Datenmengen historisch gewachsen und über diverse (Alt-)Systeme und Mitarbeiter verteilt. Hinter diesen Datensilos verbergen sich gute, schlechte oder auch redundante Produktinformationen, die strukturiert, optimiert und organisiert werden sollten. Nur so können sie die Customer Experience des Kunden bereichern und für einen steigenden Umsatz sorgen.

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Zunächst sollten Sie grundlegende Fakten klären, um sich einen Überblick über die Quellen der Daten zu verschaffen: Wo liegen die Daten? Wie erfolgt der Zugriff? Und was kann weg? Leider liegen die Daten häufig in Altsystemen, im Warenwirtschaftssystem, im zentralen Netzlaufwerk oder diversen Redaktionssystemen, die untereinander keine Daten und Informationen austauschen können.

 

Die perfekte Datenwelt

Customer Experience beginnt bei den Produktdaten, denn im E-Commerce suchen Käufer gezielt nach Informationen, um zu vergleichen und ihre Kaufentscheidung abzuwägen. In einer perfekten digitalen Welt wären Daten in optimaler Qualität an einem zentralen Ort gebündelt. Die Datenpflege erfolgte kanalneutral, um die Produktinformationen über Schnittstellen und für den Kunden kanalspezifisch ausspielen zu können. Die Herausforderung dabei ist die zielgruppengerechte, ansprechende und korrekte Ausgabe der Daten, und zwar genau an der Stelle, die für den potenziellen Käufer von Belang ist. Aber lässt sich dieser Zustand in Zukunft erreichen?

Das PIM-System als zentrales Content-Depot

Um dieses Optimum zu erreichen, sollten Sie in Ihrer Produktdatenpflege möglichst unabhängig von Shopherstellern, Dienstleistern und Kanälen handeln, damit sie schneller und effektiver am Markt agieren können. Dabei kann ein System für Product Information Management, kurz PIM-System, entscheidend sein. Es fungiert als zentrale Datendrehscheibe eines Unternehmens und bündelt den kompletten Content wie eine Art Blackbox zum gesamten Produktportfolio.

Ziehen Sie ein PIM in Betracht, wenn Ihre Online-Umsätze stagnieren, die Produktion von Printprodukten viele Ressourcen bindet und der Überblick über die Produktinformationen kaum noch gegeben ist. Starten Sie zunächst mit einer Daten-Bestandsaufnahme, bevor Sie eine geeignete Technologie auswählen. Ziehen Sie sich hierbei Experten-Rat zur Seite und analysieren Sie, welche Altsysteme unter Umständen abgelöst werden können. Außerdem zeigt die Betrachtung des Ist-Zustands, wie sich die Daten vereinen lassen. In Ihrer Analyse sollte auch eine qualitative Bewertung der Daten stattfinden, denn fehlerhafte Texte oder Bilder in niedriger Qualität verschlechtern das Kauferlebnis und wirken sich unmittelbar auf den Umsatz aus. Evaluieren Sie außerdem, von wo und wie schnell der Kunde zu seinem Wunschprodukt gelangt. Effiziente Klickpfade erreichen Sie durch eine gute Navigationsführung und Usability, aber vor allem auch durch eine treffsichere Verschlagwortung und eine Anreicherung von Informationen zu Ihrem Sortiment. Häufig wissen Kunden bereits, wonach sie suchen, und wollen das Produkt schnell finden. Das können Sie nur dann gewährleisten, wenn alle Daten korrekt eingegeben und umfassend gepflegt sind.

 

Ordnung im Chaos – Schritt für Schritt zur optimalen Datenverwaltung

Im zweiten Schritt beginnt die Strukturierung der Daten in ein Modell. Schauen Sie zunächst unter fachkundiger Begleitung, wo die Daten liegen. Danach schaffen Sie mit einem PIM-System Ordnung im Chaos. Mit Hilfe eines individuellen Datenmodells, das für jedes Unternehmen anders konzipiert wird, wird das gesamte Portfolio oder Sortiment in einer Hierarchie strukturiert. Das Datenmodell bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen.

Anschließend werden die Daten aus Netzlaufwerken und Altsystemen in das neue System migriert und die Art und Weise der Ausleitung definiert. Der angesteuerte Kanal muss dafür bestimmte Vorgaben erfüllen, ohne die eine automatisierte Ausleitung nicht möglich ist. PIM-Systeme leisten das ohne Probleme, denn sie können sich flexibel an Drittsysteme anpassen. Sie helfen Ihnen bei der regelbasierten, automatischen Verwaltung der Daten. Sobald sie im System sind, werden sie möglichst schnell an den jeweiligen Kanal ausgespielt.

 

Selbst ist das Unternehmen

Produktdaten sind für den Erfolg im E-Commerce essentiell. Ihre Kunden suchen gezielt nach Informationen, die Sie in hoher Qualität bereitstellen müssen. Auch für Suchmaschinen sind umfangreiche und einzigartige Produktinformation die Grundlage für Top-Platzierung in den Rankings. Daher sollten Sie einen Großteil Ihrer Energie in die optimale Bereitstellung von Informationen rund um Ihr Produkt investieren. Die richtige Technologie erspart Ihnen auf dem Weg dorthin einige Aufgaben und viel Zeit.