E-Commerce

E-Commerce-Trends 2022

Yana Zabolotna
18.11.2021
7 Min

Was sind die ultimativen Kracher im E-Commerce?

Das Internet kennt keine Grenzen, keine Öffnungszeiten und vor allem keinen Lockdown. In der Corona-Krise musste nicht zuletzt der stationäre Einzelhandel ziemlich einstecken und Umsatz einbüßen– eine Entwicklung, die dem Onlinehandel einen entscheidenden Turbo-Booster verpasst hat. Es ist also nur eine notwendige Konsequenz, dass sich immer mehr Einzelhändler:innen digital aufstellen, im Onlinehandel aufrüsten und vermehrt auf E-Commerce-Lösungen setzen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die E-Commerce-Branche wächst und der Umsatz im Onlinehandel steigt ungebremst in die Höhe. Obwohl die meisten coronabedingten Beschränkungen im stationären Handel aufgehoben sind und wieder mehr Menschen zum Einkaufen in die Geschäfte strömen, ist das E-Commerce-Wachstum ungebrochen. Das belegt eine Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V., kurz bevh. Im ersten Halbjahr 2021 meldeten sie ein Wachstum von 23,2 Prozent im Vergleich zu 2020, sprich von 38,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2020 auf 45,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2021. Laut Prognosen des bevh könnte der E-Commerce-Umsatz in diesem Jahr die 100 Milliarden Euro knacken.

Es ist ganz klar: Der E-Commerce-Markt boomt, der Wettbewerb wird härter und es gilt sich von seinen Wettbewerber:innen abzugrenzen, um hier erfolgreich zu sein. Und damit Sie wissen, wo Sie in Ihrem Unternehmen ansetzen können, haben wir die Lage sondiert und Ihnen die ultimativen E-Commerce Trends für das Jahr 2022 in diesem Beitrag zusammengefasst.

 

Business as usual: B2B und B2C

Ein E-Commerce-Trend, der sich nun schon seit Längerem abzeichnet, ist die Verschmelzung von B2C und B2B. Denn auch im Kontext von Geschäftskund:innen wird in der Regel zunächst online recherchiert und informiert, bevor eine Kontaktaufnahme zum Unternehmen erfolgt. Die typische Kaltakquise fällt weg. Die Qualität der Recherche wird immer entscheidender für einen Kaufabschluss. Eine intuitive Usability sowie ein ansprechendes Design, wie es die Kund:innen aus dem B2C-Umfeld gewohnt sind, werden dabei nicht nur erwartet, sondern vorausgesetzt. Also brauchen wir in Zukunft die gleiche Art der Online-Erfahrung, die wir aus dem B2C-Bereich schon kennen, auch im B2B.

 

Die Zukunft ist mobil

Mobile Commerce, kurz M-Commerce, ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte im Onlinehandel mit einem starken Wachstum. Laut Prognosen des Global Web Index hat M-Commerce eine 1,4-mal schnellere Wachstumsrate gegenüber dem E-Commerce. Warum? Jede:r zweite deutsche Käufer:in der Generation Z und der Millennials nutzt am liebsten sein bzw. ihr Handy beim Einkaufen. Auch weltweit ist der Trend eindeutig: In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 wurden 57 Prozent der weltweiten Online-Bestellungen mobil getätigt (Quelle: fact-finder). Diese Entwicklung wird noch deutlicher, wenn man sich bewusst macht, dass die Nutzung von Smartphones immer beliebter wird – und das nicht nur bei Digital Natives. In Deutschland besitzen sage und schreibe 97,8 Prozent der 30- bis 39-Jährigen ein Smartphone. Auch bei der älteren Zielgruppe erfreut sich das Smartphone immer größerer Beliebtheit: 82 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 52 Prozent der über 70-Jährigen nutzen ein Smartphone (Quelle: Statista). Deswegen wird sich dieser Trend auch in Zukunft etablieren. Davon sind wir überzeugt. Unternehmen, die ihre Produkte online anbieten, dürfen nicht vergessen auch mobil eine optimale Customer Experience zu bieten. Im Webbrowser eine URL eintippen, um zu einem Webshop zu gelangen? Das war gestern. Heute sind es die Menschen gewohnt über Apps oder direkt über Social-Media-Plattformen einzukaufen – mobil, digital, immer und überall. Sollten Sie keine App für Ihren Onlineshop haben, setzen Sie auf Progressive Web Apps (PWA) – diese liegen aktuell besonders im Trend.

💡 Info: Eine Progressive Web-App (kurz PWA) ist eine Website, die viele Merkmale besitzt, die sonst nur in nativen Apps zu finden sind.

 

Hört sich gut an: Voice Commerce

Für eine optimale Customer Experience ist der Trend zur Sprachsuche unumgänglich. Immer mehr Nutzer:innen kaufen mobil ein und nutzen immer häufiger die Sprachsuche, eine Technologie, die aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken ist und noch immer ein großes Wachstumspotenzial hat. „Alexa, wie wird das Wetter?“, „Siri, bei welchem Online-Händler bekomme ich die besten Angebote?“, „Ok Google, wie komme ich am schnellsten zur Arbeit?“ Wir alle nutzen hier und da die Möglichkeiten zur Voice Search – gerade im Onlinehandel sollten Sie den Trend zur Voice Search im Augen behalten. Denn wenn das Angebot Ihres Unternehmens von Sprachassistent:innen zu entsprechenden Fragen präferiert wird, können Sie frühzeitig von der Voice Search profitieren

Welche Maßnahmen können Sie nun in Ihrem Unternehmen einleiten, um Voice Commerce in Ihre E-Commerce-Strategie anzukurbeln? Das Zauberwort heißt Voice Search Optimization, ein wichtiger Trend im SEO-Bereich. Dabei handelt es sich um Maßnahmen im Bereich des Online-Marketings, die Websites im Hinblick auf Voice Search anpassen.

 

Content is King – und bleibt es auch in Zukunft

Content Marketing: Nicht wirklich neu, aber leider immer noch weit unterschätzt: Die Auswirkungen von Content Marketing. Bei der steigenden Zahl an Mitbewerber:innen ist es wichtiger denn je mit interessantem Content Kund:innen zu gewinnen und zu halten. Dabei rückt der Video-Content immer weiter in den Fokus – vor allem im Bereich Marketing. Videos können einfach mehr Informationen visuell besser aufbereiten und bieten dem Unternehmen mehr Möglichkeiten, die eigenen Produkte und die eigene Marke im besten Licht darzustellen.

Auch das Thema Personalisierung und personalisierter Content bleibt im Jahr 2022 ein wichtiger Trend im E-Commerce. Um Kund:innen noch zielgerichteter anzusprechen, müssen Bedürfnisse in den absoluten Fokus gestellt werden. Hierbei gilt es, die einzelnen Bedürfnisse gezielt aufzudecken. Das ermöglicht Ihnen ein viel spezifischeres Marketing. Um Ihre Kund:innen kennenzulernen und deren Bedürfnisse zu eruieren, ist die Methode zur Erstellung einer Buyer Persona praktisch und äußerst wirkungsvoll. Unternehmen müssen ihre Kunden dort abholen, wo sie sich aufhalten und ihnen nicht einfach nur Produkte, sondern Erlebnisse bieten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier vor allem in den Daten.

 

Fazit: Glückliche Kund:innen sind immer im Trend

Die Zufriedenheit der Kund:innen ist und bleibt das A und O – sowohl als E-Commerce-Trend als auch im Marketing. Demnach sollten Sie all das nach vorn bringen, was dafür sorgt, dass Ihre Kund:innen Ihre Produkte mit einem noch breiteren Lächeln auspacken. Der Fokus liegt hierbei auf der Care Phase der Customer Journey. Kurzum, wer sich im Onlinehandel behaupten will, muss seine Kund:innen in den Mittelpunkt stellen und darf ihre Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Die Nähe zu den Kund:innen hat nicht zuletzt aufgrund von Social Distancing und der Corona-Pandemie einen extremen Schub erhalten und an Relevanz noch weiter zugenommen. An diesem Punkt setzt Social Commerce ein. Denn wo kann man seinen Kund:innen näher sein und seine Marke besser positionieren als in sozialen Netzwerken? Hier gehen die Trends in Richtung der Bereitstellung von plattformeigenen Shops (Facebook, Instagram, auch TikTok) und Einbeziehung der User:innen in die Produktentwicklung. Neben der Nähe zu den Kund:innen sorgen auch optimale Einkaufserlebnisse für eine hohe Zufriedenheit der Kund:innen und damit auch für Wachstum und einen höheren Umsatz im eigenen Onlineshop.
Die große, weite Welt des Internets bietet Online-Shop-Betreiber:innen und E-Commerce-Unternehmen eine spannende Schatzkiste an kreativen Lösungen und Technologien, die Ihren Kunden einen noch spannenderen Einkauf ermöglichen – ob Augmented Reality, virtuelle Realität oder der Einsatz von künstlicher Intelligenz wie zum Beispiel durch Chat-Bots. All diese Technologien sind heute nicht nur den Big Playern vorbehalten, sondern haben längst Einzug in mittelständische Unternehmen gehalten.

Die Basis all dessen sind Daten, Daten, Daten. Denn sind Ihre Daten in Top-Form, können Sie mit Leichtigkeit fantastische Produkterlebnisse und eine optimale Customer Experience schaffen – auch mit erklärungsbedürftigen Produkten.

Andernfalls kann weder der heißeste Trend noch die neueste Technologie oder die beste E-Commerce-Strategie das Wachstum Ihres Unternehmens garantieren. Im Gegenteil: Inkonsistente Daten schaden der positiven Entwicklung Ihres Unternehmens. Und die beste Nachricht: Seine Daten in Top-Form zu bringen ist kein Hexenwerk. Wie Sie das schaffen, zeigen wir Ihnen gern persönlich – kostenlos und unverbindlich. Fordern Sie jetzt einen Demo-Termin an.