Product Communications

Wir lüften das Geheimnis erfolgreicher E-Commerce-Produktseiten

Myriam Nonnemann
28.01.2022
11 Min

Was macht wirklich gute Produktseiten aus?

Ein guter Online-Shop bietet seinen Besucher:innen all das, was sie im stationären Handel finden: eine tolle Beratung und alle relevanten Produktinformationen auf einen Blick. Beim Onlineshopping können Verbraucher:innen das Produkt weder anfassen noch begutachten. Umso wichtiger ist es, dass Ihre Produktpräsentation allen Besucher:innen einen entsprechenden Mehrwert bietet. Dazu gehören ansprechende Texte, Produktbeschreibungen, Bilder, Videos und ergänzender Content.

Doch worauf legen Verbraucher:innen besonders Wert? Und wie optimieren Sie Ihre Seiteninhalte dahingehend? Die Antworten auf diese Fragen geben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag.

 

Was bewegt Kund:innen zum Kauf?

Wie werden Nutzer:innen zu Kund:innen? Statista hat im Jahr 2021 diese Fragen analysiert und darauf eine Antwort veröffentlicht:

Grafik zum Thema: Was bewegt Kund:innen zum Kauf? Quelle: Statista | eggheads.net

Platz 1. Versand und Rückabwicklung (61 %)
Platz 2. Produktdaten (56 %)
Platz 3. Sicherheit / Vertrauenswürdigkeit (52 %)
Platz 4. User Experience / Usability (43 %)

Versand- und Rückabwicklung sind für Nutzer:innen am wichtigsten. Den Grund kennen Sie sicherlich: Schnell sind ein paar Schuhe zur Auswahl bestellt und einige wollen wieder zurückgeschickt werden. In diesem Fall trägt es maßgeblich zur Kaufentscheidung bei, wenn der oder die Nutzer:in die Möglichkeit hat, den Bezahlvorgang erst nach erfolgter Anprobe zu erledigen.

💡 Unser Tipp: Machen Sie es Ihren Kund:innen leicht und bieten Sie Ihnen einfache Versand- und Rückversand-Optionen.

Gute Produktdaten liegen mit 56 Prozent auf dem zweiten Platz. Sie sind abhängig von der Zielgruppe und dem Produkt selbst. Es gibt emotionale Produkte, bei denen vor allem visuelle Daten wie Bilder, Videos und semantische Texte unabdingbar sind. Bei anderen sind technische Daten und Vergleichbarkeit ausschlaggebend.

💡 Unser Tipp: Leisten Sie ein wenig Beziehungsarbeit an Ihren Produktdaten. Mit strukturierten Daten läuft die Optimierung Ihrer Produktseiten und Ihres Online-Shops fast wie von selbst. Wenn alle wichtigen Informationen zum Produkt gleich auf den ersten Blick verfügbar sind, ist ein großer Schritt getan. Ein PIM-System erleichtert Ihnen die Arbeit an Ihren Daten ungemein.

Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit sind mit 52 Prozent auf dem dritten Platz. Beliebt sind zum Beispiel Shop-Bewertungen auf Plattformen wie Idealo, Trusted Shop Zertifizierung oder die Zahlungsoption PayPal. Gute Referenzen oder positive Kundenstimmen tragen sehr zur Vertrauenswürdigkeit Ihres Shops bei.

💡 Unser Tipp: Animieren Sie zufriedene Kund:innen, eine Bewertung für Ihren Online-Shop zu schreiben. Gute Referenzen stärken immer das Vertrauen in Ihr Produkt und tragen zur Optimierung Ihrer Produktseiten bei.
 

User Experience und Usability sind mit 45 Prozent auf Platz vier. Darunter versteht man unter anderem Mobile First, Filter, Suchen, Sortieren und Wunschlisten-Funktionen. Responsive Design ist wichtig, wenn Nutzer:innen auf dem Smartphone oder Tablet auf Ihre Produktseiten zugreifen. Bedenken Sie: Der Wocheneinkauf oder der Shoppingbummel wird heute gern vom Sofa oder aus der Bahn am Smartphone erledigt – praktisch, schnell und bequem. Mobile First ist heute das A und O für jede Website. Das gilt vor allem für das Ranking bei Suchmaschinen wie Google. Ist Ihre Seite nicht im Hinblick auf Mobile Devices optimiert, rutscht sie im Google-Ranking weit nach unten.

Zur Optimierung Ihrer Produktseite sind Filter wichtig. Diese helfen den Nutzer:innen, die gewünschten Produkte schnell zu finden. Kategorien sorgen für Übersichtlichkeit und eine höhere Usability. Dabei ist es unwesentlich, welche Produkte verkauft werden – ob Mode, Werkzeuge oder Lebensmittel. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Ihre Besucher:innen mit ergänzendem Content zu überzeugen. Zum Beispiel: Kategorisiert nach Obst finden die Shop-Besucher:innen passende Vorschläge für gesunde Ernährung. Über die Suche lassen sich schnell ein paar Tomaten hinzufügen – den Call-To-Action „Zum Warenkorb hinzufügen“ nicht vergessen, fertig. Suchfunktionen und Filter sind immer dann von Vorteil, wenn beispielsweise Ersatzteile, Zubehör oder ergänzende Produkte angeboten werden und sichergestellt sein muss, dass das Produkt auch passt.

Die Sortierung wird oft genutzt, um neue oder günstige Produkte zu finden. Auch Wunsch- oder Hochzeitslisten sind inzwischen in vielen Shops Standard. Gern speichern Nutzer:innen ihre Wünsche für den nächsten Besuch. Die Listen werden anschließend mit Freund:innen geteilt, damit nicht der fünfte Kerzenständer zu Weihnachten verschenkt wird.

So viel zur Theorie – aber wie gehen Sie nun die Optimierung Ihrer Produktseiten ganz konkret an? Leider gibt es hier kein Patentrezept – weder einen schlauen Marketingkniff noch die perfekte Vorlage. Dafür ist die E-Commerce-Branche einfach zu vielschichtig. Aber das ist kein Grund zu verzweifeln. Unsere Erfahrung zeigt, dass Sie Ihre Produktseiten im Handumdrehen optimieren, wenn Sie sich an folgenden Fragen orientieren.

 

Die Fragen aller Fragen für erfolgreiche Produktseiten

Was macht mein Produkt aus?

  • Alleinstellungsmerkmale / USPs Qualität, Preis, Service oder Nachhaltigkeit sind spannende Kriterien für die Besucher:innen Ihrer Produktseiten.
  • Guter Service bedeutet für Nutzer:innen Sicherheit und diese beeinflusst direkt die Kaufentscheidung.
  • Positive Meinungen und Erfahrungsberichte von Kund:innen sind für viele ausschlaggebend für den Online-Kauf.
  • Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck sind Punkte, die gerade heute immer wichtiger werden. Die Öko-Industrie hatte in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum.

 

Welche Probleme löst mein Produkt?

Suchen Verbraucher:innen nach einem Produkt oder eher nach einer Lösung für ihre Probleme? Das lässt sich sehr gut an einem Beispiel verdeutlichen, welches der renommierte Keynote Speaker und Autor Hendrik Lennarz im Zuge seiner Session beim eggheads day 2021 angebracht hat:

Haben Sie schon mal von Weitschaftstiefeln gehört? Diese Stiefel sind speziell für Menschen mit stämmigen Waden entwickelt worden. Doch kaum jemand gibt den Begriff „Weitschaftstiefel“ in eine Suchmaschine wie zum Beispiel Google ein. Vielmehr suchen Verbraucher:innen im Internet nach „Stiefel für stämmige Waden“. Diese Information muss nicht einmal am Produkt stehen und ist nur für die Suche relevant. Denn Menschen suchen nach Lösungen. Und die beste Nachricht: Alle möglichen Probleme oder SEO-relevante Suchbegriffe können als Information am Produkt hinterlegt werden.

 

Welche Vorteile hat mein Produkt für seine Nutzer:innen?

Warum sollen die Besucher:innen Ihrer Seite ausgerechnet Ihr Produkt kaufen? Warum nicht das Ihrer Mitbewerber:innen? Es ist wichtig, die Vorteile und den Mehrwert Ihres Produkts klar hervorzuheben. Ist das Produkt schneller als sein Vorgängermodell? Ist es besonders leistungsstark? Gerne werden Vorteile in einem Produktvergleich dargestellt. Vielleicht hat der Akku eine höhere Kapazität oder die Taschenlampe leuchtet heller als alle anderen. Sie wissen, Sie haben ein tolles Produkt – zeigen Sie es auch allen anderen!

 

In welchem Kontext wird mein Produkt gebraucht?

Anwendungsbeschreibungen sind sehr wichtig – vor allem, wenn der Einsatz nicht sofort für jeden verständlich ist. Interessent:innen sollten nicht erst googeln müssen, wie und wofür Ihr Produkt angewendet werden kann. Wenn etwas unklar oder kompliziert erscheint, folgt der Kaufabbruch. Um komplexe Produkte userfreundlich zu erklären, eignen sich Videos, Detail-Bilder oder zusätzlicher Download-Content.

Auch Konfiguratoren sind eine tolle Möglichkeit, um eine gute Vorstellung Ihrer Produkte zu vermitteln. Konfiguratoren kommen oft zum Einsatz, wenn es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten gibt. Komplexe Konfiguratoren finden sich zum Beispiel in der Möbelbranche bei Küchen-Konfiguratoren. Auch einfachere Produktkonfigurationen werden abgebildet und machen richtig was her. Apple bietet zum Beispiel die Möglichkeit, seine Smartwatch online zu konfigurieren – Farbe, Material, Größe, Konnektivität und das passende Armband können frei gewählt und bestellt werden.

Wie suchen Kund:innen nach meinem Produkt?

Die Suche ist ein komplexes Thema. Viele verschiedene Suchmechanismen müssen abgedeckt werden. Oft gibt es mehrere Wege, wie Menschen zu dem Produkt kommen. Im besten Fall sind für alle Optionen Informationen vorhanden und werden genutzt. Alle möglichen Suchkriterien sind am Produkt als Information gespeichert und für die Suche zur Verfügung gestellt. Nicht alle Informationen müssen sichtbar sein – das haben wir bereits am Beispiel der Weitschaftstiefel gesehen. Diese Informationen werden für die Suche genutzt. Möglicherweise ist es sogar bei manchen Unternehmen sinnvoll, die Konkurrenzartikelnummer an den eigenen Produkten zu speichern, damit auch diese Produkte in der Trefferliste landen.

 

Was benötigen Kund:innen für eine Kaufentscheidung?

Idealerweise gibt es eine Expressversandoption mit der Angabe des Lieferdatums und kostenfreie Rücksendemöglichkeiten. Auch der Lagerbestand kann einen psychologischen Effekt auf die Kaufentscheidung haben: Wenn nur noch eine geringe Anzahl vorrätig ist, kaufen wir eher. Denn wir haben Angst davor, jemand könnte uns das letzte Exemplar des Produkts wegschnappen.

Ihre Kund:innen müssen vom Produkt und einer guten Produktbeschreibung überzeugt werden. Zudem ist es wichtig, dass Sicherheit vermittelt wird, sei es in Form von Kund:innenbewertungen, Ökosiegeln, Trusted Shop, PayPal-Zahlung oder weiteren Möglichkeiten. Ihr Shop sollte funktional (Usability) und übersichtlich (User Experience) sein, damit Verbraucher:innen gerne dort verweilen und letztendlich die Kaufentscheidung treffen.

Im Online-Handel sind auch die Preise transparent wie nie zuvor und können über verschiedene Angebotsplattformen wie Idealo ermittelt und verglichen werden. Kund:innen können die Preisentwicklung einsehen und sogar Preiswecker aktivieren. Auch Shop-Bewertungen sind auf diesen Plattformen präsent – versuchen Sie gute Bewertungen für Ihren Shop zu generieren und stärken Sie so das Vertrauen Ihrer Kund:innen. Bei vielen Händlern muss der Kunde nicht mal mehr die Angebotsplattform verlassen, um das Produkt zu kaufen.

Erlaubt es die Zielgruppe, sollten Plattformen für eine maximale Markterreichung mit Ihren Produkten und eigenen Daten beliefert werden.

 

Wer ist mein Kunde /Meine Kundin?

Produktseiten sollten Ihre Zielgruppe mit relevanten Inhalten ansprechen. Überlegen Sie genau, was die Bedürfnisse und Herausforderungen Ihrer Zielgruppe sind, wo sie sich im Netz aufhalten und an welchen Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey Sie diese mit relevantem Content bespielen.

Eine Zielgruppe aus dem B2B-Bereich ist beispielsweise eher auf Social-Media-Kanälen wie LinkedIn anzutreffen als auf Snapchat. Zudem benötigen Sie bei B2B-Konzernen Klassifikationen wie ETIM, ECLASS, BMEcat oder andere Branchenstandards, um deren Bestellsysteme zu beliefern.

Sind Ihre Kund:innen unter 30 und bewegen sie sich im B2C, ist es sinnvoll Ihre Produkte auf Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram zu präsentieren.

Es ist wichtig herauszufinden, wo Ihre Zielgruppe einkauft, wie sie einkauft, wie sie die Kaufentscheidung trifft, wie sie sucht und auf welche Kriterien sie besonders Wert legt. Mit diesen Informationen lässt sich das Produkt optimal für Ihre Zielgruppe in Szene setzen.

 

Die Must-haves perfekter Produktseiten

Die perfekte Produktseite und die Must-haves unterscheiden sich natürlich im Einzelfall. Der Online-Handel ist so vielseitig wie seine Kund:innen. Daher kann es keine allgemeingültige Empfehlung für eine perfekte Produktseite geben, ohne vorher in die genaue Analyse zu gehen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es sechs elementare Must-haves gibt, die eine gute Produktseite haben muss – egal in welcher Branche Sie tätig sind.

  • Icon eines Bild-Symbols zum Punkt: Visuelle Daten | eggheads.net Visuelle Daten: Produktbilder, Ansichten, Zeichnungen, Videos etc.
  • Icon eines Text-Symbols zum Punkt: Produktbeschreibungen | eggheads.net Produktbeschreibungen: Aussagekräftige, detaillierte, einzigartige, personenbezogene oder zielgruppenorientierte Inhalte
  • Icon einer Hand mit einem Dollerzeichen zum Punkt: Cross-Sell/Up-Sell | eggheads.net Cross-Sell/Up-Sell: Verbindungen zwischen Produkten schaffen: Zubehör, Ersatzteilen, Sets, Empfehlungen, ähnliche Produkte
  • Icon eines Benutzers zum Punkt: User Content | eggheads.net User Content: Erfahrungsberichte, Feedback, Bewertungen, Fotos, Umsetzungsideen etc.
  • Icon eines Roboters zum Punkt: Entscheidungshilfen | eggheads.net Entscheidungshilfen: Vergleichsoptionen, Suchen, Filter, LiveChats, Chatbots, Goodie-Pop-ups, Rückrufoptionen etc.
  • Icon eines Smartphones zum Punkt: Mobile First | eggheads.net Mobile First: Tablet, Phone optimierter Inhalt – Erreichbarkeit von überall

 

So können Sie die Maßnahmen mit geringem Aufwand umsetzen

Es gibt eine Menge Ansatzpunkte, um Ihre Seiteninhalte zu optimieren. Was nach viel Arbeit klingt, lohnt sich aber. Denn eine gute Produktseite steigert die Konversionsrate und sorgt für mehr Verkäufe. Die Basis all dessen sind Ihre Produktdaten und die Datenqualität. Denn nur mit konsistenten Daten ist es möglich, all die wichtigen Punkte umzusetzen. Unsere Software ist die optimale Unterstützung, wenn es darum geht, Ihre Datenqualität ohne großen personellen Aufwand enorm zu verbessern.

 

Mit diesen Funktionalitäten unterstützt Sie die eggheads Suite:

  • Übersetzungen
    KI-basierte Übersetzungen zum Beispiel mit deepL erfolgen in Sekunden und haben heute bereits eine sehr gute Qualität. Mit einer Schnittstelle in der eggheads Suite ist es Ihnen auch möglich, das TMS-System across anzubinden. across wird von Übersetzungsagenturen oder inhouse eingesetzt, um Übersetzungen teilweise zu automatisieren.
  • Verschlagwortung
    Automatische Verschlagwortungen von Assets gibt es bereits bei Anbietern wie Canto Cumulus. Auch hier gibt es eine Schnittstelle zu unserem PIM.
  • Datenpools
    Die Daten lassen sich durch Datenpools wie icecat, GDSN, Giata oder anderen Anbietern in der eggheads Suite anreichern.
  • Klassifikationen
    Produkte und Produktgruppen werden in der eggheads Suite mit fest definierten Merkmalen, Wertemengen und Einheiten immer gleich beschrieben und damit vereinheitlicht. Dadurch werden die gleichen Produkte unterschiedlicher Hersteller vergleichbar und Beschaffungssysteme von potenziellen Kund:innen können beliefert werden.
  • Terminologie
    Automatische Textgenerierung, auch von komplexen semantischen Texten (zum Beispiel mit Retresco oder Aexea) funktioniert mit unserem PIM.
  • Omnichannel
    Diverse Verkaufskanäle werden mit der eggheads Suite ohne redundante Datenhaltung beliefert. Auch Ihre Social-Media-Kanäle werden befüllt.

 
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