Product Information Management

Data Cleaning – Der Weg zu optimaler Produktdatenqualität

Aytül Mantratzi
02.03.2022
4 Min

Mit guter Produktdatenqualität zum Erfolg

Der Trend der Datenqualität steigt – das Thema wird zunehmend wichtiger. Viele sprechen davon, die Qualität ihrer Daten verbessern zu wollen. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch oft als eine Herausforderung und ist zeitintensiv, weshalb das Thema häufig neben dem Tagesgeschäft zweitrangig wird. Unterschätzt wird jedoch die enge Verbindung hoher Datenqualität mit dem Unternehmenserfolg. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was eine gute Datenqualität ausmacht und wie Sie in wenigen Schritten die Qualität Ihrer Produktdaten verbessern können.

 

Warum ist die Qualität Ihrer Produktdaten wichtig?

Eine schlechte Qualität der Produktdaten, die auf fehlerhafte oder unvollständige Produktinformationen zurückzuführen ist, führt zu erheblichen Kosten für Unternehmen. In Deutschland wird jede sechste Bestellung unter anderem wegen der Produktbeschreibung an den Händler zurückgeschickt. Dies verursachte Kosten von etwa 5 Millionen Euro. (Quelle: welt.de)

Wenn Kund:innen einmal schlechte Erfahrungen bei einem Kauf machen, verlieren sie das Vertrauen und bestellen womöglich dort kein zweites Mal. Der Zeitfaktor ist dabei nicht zu unterschätzen. Kund:innen verbringen viel Zeit damit, online nach Produkten und Informationen zu suchen. Fehlende und fehlerhafte Daten beinträchtigen die Seriosität, wodurch es nicht zum Abschluss von Geschäften mit Neukund:innen kommt.

Auch die Auswirkungen von unzureichender Datenqualität auf unternehmensinterner Ebene sind nicht zu unterschätzen. Mitarbeiter:innen haben einen hohen Aufwand bei der Datenerfassung und -prüfung. Zudem ist oft nicht definiert, was eine gute Datenqualität überhaupt ausmacht. Dies führt zu langen Entscheidungswegen, welche eine Koordination und das Management mehrerer Abteilungen voraussetzen. All diese Faktoren führen auf Dauer zu einer Unzufriedenheit der Mitarbeiter:innen.

Eine gute Produktdatenqualität erhöht dagegen den Unternehmenserfolg und steigert den Umsatz sowie das Vertrauen der Kund:innen in das Unternehmen. Zudem wird die Zufriedenheit der Kund:innen erhöht und Kosten reduziert, die mit Rücksendungen und hohem zeitlichen Aufwand verbunden sind.

 

Was macht eine gute Produktdatenqualität aus?

Eine gute Datenqualität wird durch fünf Kriterien definiert.

1. Aktualität
Ihre Daten spiegeln den aktuellen Zustand wider. Alle Aktualisierungen, zum Beispiel vom Lieferanten, wurden übernommen und Preise sind gültig.

2. Konsistenz
Ihre Produktdaten widersprechen sich nicht und liegen einheitlich vor.

3. Gültigkeit
Ihre Produktdaten sind gültig. Zum Beispiel sind Lizenzen von Produktbildern nicht abgelaufen.

4. Vollständigkeit
Ihr Produktangebot enthält alle notwendigen Attribute und alle Informationen sind gepflegt. Neben dem Preis, Beschreibung, Maße und Bilder sollte auch das passende Zubehör oder Ersatzteil angegeben sein.

5. Korrektheit
Ihre Produktdaten stimmen sachlich mit der Realität überein. Beispielsweise liegen Maßangaben mit einer passenden Einheit vor.

Fünf Faktoren für gute Datenqualität | eggheads.net

 

 

Wie können Sie die Qualität der Produktdaten in Ihrem Unternehmen steigern?

Bevor Sie die Qualität Ihrer Produktdaten steigern, sollten Sie sich zunächst über die kommunikativen Ziele im Unternehmen im Klaren sein. Definieren Sie zunächst die Abnehmer Ihrer Daten. Überlegen Sie sich, wo die Produktinformationen dargestellt werden und welche Anforderungen es gibt. Typische Abnehmer sind Onlinekanäle oder Printerzeugnisse. Aufgrund des begrenzten Platzes müssen Produktinformationen auf Flyern oder Datenblättern kurz und präzise dargestellt werden; Platz für viele Bilder und lange Beschreibungstexte ist nicht vorhanden. Im Gegensatz dazu bieten Onlinekanäle ausreichend Platz für ausführliche Informationen. Dort gilt das Prinzip: je mehr, desto besser.

Definieren Sie im nächsten Schritt Ihre Zielgruppe, die Sie mit Ihrer Produktkommunikation erreichen wollen. Setzen Sie auf eine zielgruppenspezifische Ansprache und konzentrieren Sie sich darauf, welche Anforderungen Sie haben.

Auf Basis dieser Informationen können Messkriterien definiert werden, aus denen Sie Ihre Datenqualitätsregeln ableiten können. Ein PIM-System unterstützt Sie bei der Definition und Überwachung der Regeln. Sind diese einmal hinterlegt, wird bereits bei der Datenerfassung die Qualitätssicherung unterstützt. So erhalten Sie auf einen Blick den Zustand Ihrer Produktdaten und können dort ansetzen, wo es Bedarf an Korrektur oder Ergänzung gibt, um die Qualität zu steigern. Ein PIM-System hilft Ihnen dabei, qualitative und hochwertige Inhalte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu platzieren. Automatisierte Prozesse sorgen dafür, dass Sie Ihre Zielgruppe erreichen und effektiver werden. Durch einen zentralen Ort der Datenpflege fallen manuelle Prozesse, lange Recherche- und Entscheidungswege weg. Langfristig tragen Sie so zur Optimierung bei und sparen Zeit und Kosten.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass ein effizientes Datenqualitätsmanagement ohne ein PIM-System nicht möglich ist. Starten Sie noch heute mit der Verbesserung Ihrer Produktdaten und tragen Sie zum langfristigen Unternehmenserfolg bei!

 
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