Authentisch, relevant und fokussiert

Auf die Frage „The same procedure as last year, Miss Sophie?“, erwidert diese stets: „The same procedure as every year, James.“ Und auch wir von eggheads stellen uns jedes Jahr erneut die Fragen: Wie erreichen wir neue Kunden? Wie können wir Bestandskunden zu mehr Käufen motivieren? Geben wir neuen Marketingmethoden eine Chance oder setzen wir doch lieber auf die eingerittenen Pferde?

Marketing bleibt nicht stehen und entwickelt sich stetig weiter. Wichtig ist, dabei am Puls der Zeit zu bleiben und die Trends nicht zu verpassen. Das ist gerade für Shopbetreiber relevant. Zum einen, um mit den vorhandenen Kunden im Dialog zu bleiben und zum anderen, um neue Kunden zu erreichen. Worauf kommt es bei der zukunftsfähigen Markenentwicklung an? Fakt ist: Es kommt immer mehr auf die Authentizität an – auch im Jahr 2020. Gerade in einer Zeit, in der Menschen bereits dafür zahlen, keine Werbung mehr angezeigt zu bekommen. Durch die Ad-Blocker wird es immer schwieriger Kunden zu gewinnen. Wichtiger denn je wird es, den Menschen in den Vordergrund zu stellen, seine Bedürfnisse zu kennen und zu verstehen.

Sinnhaftigkeit, Menschlichkeit und Authentizität sind treibende und auch zukünftige Marketingfaktoren, gerade im Hinblick auf die Digitalisierung, die ihren Siegeszug fortsetzt.

Wir stellen Ihnen die Top-Trends 2020 vor!

 

Trend 1: Social Commerce

No story, no glory

Kundenbeziehungen werden auch im Jahr 2020 immer inniger. Zumindest wünschen sich das Plattformen, wie zum Beispiel Facebook und Instagram, denn sie integrieren mehr und mehr Features. So können Unternehmen die Beziehungen zu ihren Kunden ausbauen und sich die Etats für Social-Media-Marketing Jahr für Jahr vergrößern.

  • Snapchat
    Snapchat brachte vor 6 Jahren die Funktion „Stories“ ins Rennen. Die Snapchat-Stories waren Bilder oder kurze Videos, die nach 24 Stunden wieder verschwanden. Nicht nur die junge Zielgruppe fand hier schnell eine Spielwiese der sogenannten #snaps. Auch Unternehmen profitieren davon. Vor geraumer Zeit hat Mark Zuckerberg diesen Ansatz kopiert und bei Facebook und Instagram implementiert. Mit gutem Grund: Über 500 Millionen Menschen nutzen die Stories-Funktionen bei Instagram und Facebook. Darüber steigt die Abonnentenzahl und die Reichweite, also wer als Unternehmen besonders originelle und authentische Stories produziert. Und das kann sogar mit wenig Aufwand umgesetzt werden. Was braucht man dafür? Ein Smartphone, eine Internetverbindung und ein Motiv. IT-Kenntnisse? Nicht notwendig! Globales Live-Streaming ist mittlerweile ein benutzerfreundliches Massenprodukt. Also ran ans Storyboard!
  • YouTube
    Wer über 10.000 Abonnenten hat, der darf die Funktion bei YouTube nutzen und Stories hochladen, deren Verweildauer länger ist.
  • Google
    Seit 2018 heißt es für die Internetsuche: Mobile first. Diese Philosophie, kombiniert mit dem Trend von Stories, ergibt AMP Stories. Publisher sollen über Googles Bildersuche Stories produzieren und damit ein neues Format für Content schaffen. Google geht seit August 2019 mit seinen AMP Stories seinen ganz eigenen Weg: hier steht der Content und das Suchergebnis im Fokus. Später soll auch Googles künstliche Intelligenz für Stories sorgen, indem Inhalte automatisiert zusammengefasst und als Suchergebnis ausgespielt werden. Eine super Möglichkeit, um Content zielgruppengenau auszuspielen.

 

Trend 2: Micro-Influencer-Marketing

Micro-Influencer – Marken werden entschlossener, Influencer mit ähnlichen Werten zu finden

2019 hat eindeutig gezeigt, dass der Trend von sogenannten Macro-Influencern, mit Millionen von Abonnenten, weggeht. „Heros“ verdienen bereits mehr als ihren eigenen Lebensunterhalt mit ihrer Influencer-Tätigkeit. Sie sind selbst zur Marke, zu einem Unternehmen mit Beschäftigten, geworden. Wo bleibt da noch die Glaubwürdigkeit? Und genau darauf zielt der Trend 2020 ab – auf Micro- oder Nano- Influencer zu setzen. Diese besitzen meist weniger Reichweite als die Big Player der Influencer-Szene, aber sie sind glaubwürdiger und erreichen genau die Zielgruppe, die sie brauchen. Auch die Mitarbeiter eines Unternehmens, genannt Markenbotschafter, sind sogenannte Micro-Influencer. Setzt man hier auf das richtige Pferd mit überschaubarer Followerzahl, kann sich das zur Goldgrube entwickeln.

Was passiert, wenn Unternehmen Content Marketing, Influencer Marketing und Social-Media-Marketing zusammenführen?

Die meisten Marken und Vermarkter haben bislang Content Marketing, Influencer Marketing und Social-Media-Marketing als separate Form des Online-Marketings gedacht. Doch sind sie in Wirklichkeit nur Bestandteile eines einzigen Online-Marketing-Prozesses. Auch hier gehen wir davon aus, dass sich das im Laufe der nächsten Jahre massiv ändern wird. Die Grenzen von B2B und B2C verschwimmen immer mehr.

Unternehmen erstellen Inhalte, um die soziale Reichweite ihres Unternehmens zu erhöhen. Aber auch Micro-Influencer, die authentisch wirken, werden Sie einsetzen. Denn es sind genau die Influencer, die die Werte der Unternehmen teilen. Dies wird sich im Jahr 2020 noch deutlicher zeigen. Es wird das Jahr der Live-Inhalte! Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen, nun werden Kunden über kreative, motivierende Live-Videos an den Kanal gebunden. Egal ob mit unverstellten Live-Einblicken hinter die Kulissen, unterhaltsamen Produktpräsentationen der aktuellen Neuerscheinungen oder aufregenden How-tos, informativen B2B-Webinaren oder mit echten Mitarbeitern: Mit Live-Content können Unternehmen zeigen, was sie können und interessanten Inhalt bieten.

Zu den Stories verkürzen sogenannte „Shoppable Posts“ den Sales Funnel, indem sie Schritte vom Entdecken bis zum Kauf einfach eliminiert haben.

Es gibt ein paar Shops wie Christ Juweliere oder Lampenwelt, die diesen Trend über die Kanäle Instagram und Facebook nutzen und ihre Fans so zum Kauf motivieren. Dieses einfache Shoppingerlebnis to go fügt sich in das „Shopper-Leben“ einfach ein und sorgt zudem für mehr Spontankäufe. Shoppable Posts werden sich 2020 noch stärker durchsetzen und auch etablieren.

 

Trend 3: Content Marketing

Bereits seit vielen Jahren ist Content der King. Auch das ist nichts Neues.

Doch die Realität sieht anders aus. Denn auch Content Marketing hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Um die Zielgruppe zu begeistern und zu Fans zu machen reicht es nicht mehr, einmal im Monat einen Blogpost zu veröffentlichen, der über Neuigkeiten in der Branche berichtet. Die Zauberformel – auch im Jahr 2020 – wird sein: Die Erwartungshaltung der Zielgruppe kennen. Gerade im E-Commerce-Bereich können Sie mit Hilfe von Content die Kunden zum Kauf motivieren. Das bedeutet nicht: Auf jeder Social-Media-Plattform aktiv zu sein, Kunden mit einem täglichen Newsletter zu „bombardieren“ und zweimal pro Tag Blogs ins Nirvana zu schießen. Nein. Vielmehr geht es um das Erstellen von wertvollem Content, der die Zielgruppe optimal anspricht, auf der Plattform, die Sie auch nutzen und jetzt kommt die Königsdisziplin: In einem Format, das die Zielgruppen auch konsumieren. Nichts ist schlimmer als Content zu produzieren, der bei der Zielgruppe nicht ankommt.

Personalisieren statt generieren

Eine E-Mail für alle? Generische E-Mail-Newsletter, die alle Kunden auf einmal ansprechen, werden im Jahr 2020 zunehmend an Kraft verlieren. Damit das Gefühl der Wertschätzung bei ihnen ankommt, wollen die Fans (Kunden) individuell angesprochen werden. Trotz Automatisierung und Digitalisierung möchten Kunden eine Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Das funktioniert nur durch individuelle Ansprache und auf die Bedürfnisse angepasste Information.

Trend 4: Video Marketing

In den sozialen Netzwerken weisen Videos die höchste Interaktionsrate auf. Zwar sind 55 Prozent aller Facebook-Posts geteilte Links, wie eine Auswertung von 105 Millionen Facebook-Posts bereits 2018 ergeben hat. Allerdings weisen Videos eine 258 Prozent höhere Interaktionsrate als Link-Beiträge auf. Aus dieser Studie von Quintly wird deutlich, welches Potenzial das Verbreiten von selbst erstellen Videos in sozialen Netzwerken hat.

Mit der Zunahme mobiler Endgeräte steigt auch die Zahl von Nutzern, die Videos darauf konsumieren. 2,33 Milliarden mobile Video-Nutzer wird es 2021 laut einer Prognose von eMarketer geben. Videos für Mobilgeräte zu optimieren ist damit eine große Herausforderung für 2020. Hierzu gehört u. a. ein Vorschaubild (auch Thumbnail genannt), welches auf einem mobilen Bildschirm gut zu erkennen ist.

Ein weiterer Video-Trend, der ebenfalls 2020 anhält, sind Erklärvideos von Produkten und Dienstleistungen. Um einen Mehrwert für den Nutzer (Kunden) zu schaffen, geht es darum, das Angebot in kurzer Zeit (max. 2 Minuten) einfach, emotional und vertrauenswürdig rüberzubringen. 360-Grad-Videos werden uns in diesem Jahr in vielen neuen Situationen begleiten: Zum Beispiel werden sie Lagepläne oder Wegbeschreibungen ersetzen, vor allem in Indoor-Bereichen wie Flughäfen, Museen, Einkaufszentren oder Bürogebäuden.

 

Trend 5: Augmented und Virtual Reality

Augmented und Virtual Reality wird in der Zukunft eine immer größere Bedeutung einnehmen und das nicht nur in der Gaming Welt. Auch in unserem Alltag wird Augmented und Virtual Reality eine immer größere Rolle spielen. Allein der Absatz von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Brillen wird laut IDC weltweit von prognostizierten 9 Millionen im Jahr 2019 bis 2023 auf 68,6 Millionen steigen.

Darauf gilt es sich schon 2020 vorzubereiten: In Zukunft werden wir z. B. vor dem Möbelkauf durch den Einsatz von Augmented Reality sehen können, wie diese in unserem Wohnzimmer oder in unserer Küche aussehen. Es geht folglich darum, sich mit der Technik und den entsprechenden Datenanforderungen auseinanderzusetzen.

Virtual Reality erhält eine wachsende Bedeutung in der Erklärung und Darstellung von Produkten und Prozessen, um eine noch bessere User Experience zu schaffen. Wird diese direkt am Point of Sale angeboten, erhöht sie die Aufmerksamkeit der Kunden und unterstützt den Verkaufsprozess.

 

Trend 6: Voice Search

Durch technischen Fortschritt ist das Suchverhalten im Internet stetiger Veränderungen ausgesetzt. Durch die wachsende Verwendung mobiler Endgeräte für Suchanfragen und die steigende Verwendung von Sprachassistenten wie Siri, Alexa, Cortana oder dem Google Assistent steigt auch die Anzahl der Voice Searches. Sie wird dadurch zu einem immer wichtigeren Bereich der Suchmaschinenoptimierung.

Um Ergebnis einer Voice Search zu sein, benötigt man nicht die Position 1 in den Suchergebnisseiten (SERPs), sondern die Position 0. Dabei handelt es sich um das sogenannte Featured Snippet. Dieses erscheint bei einer „herkömmlichen“ Suche zwischen den Ads und der Position 1 und beantwortet kurz und präzise häufig gestellte Fragen. Bei einer Voice Search wird nur das Ergebnis, das an Position 0 erscheinen würde, als Antwort wiedergegeben. Damit ist es umso wichtiger, diese Position zu besetzen, da alle anderen Ergebnisse bei der Audiowiedergabe keine Rolle mehr spielen.

Wie erreicht man nun diese Position? Dazu ist es zunächst relevant, die Fragen der Nutzer zu ermitteln, die sie zu den angebotenen Produkten bzw. Dienstleistungen stellen. Der wichtigste Schritt, um an Position 0 gesetzt zu werden, besteht darin, diese Fragen innerhalb des Webseiten-Contents kurz und präzise zu beantworten.

Weitere SEO-Maßnahmen, um die Position 0 zu erreichen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern:

  • Geschwindigkeit der Webseiten verbessern
  • Webseiteninhalte strukturieren
  • FAQ-Seite erstellen
  • die mobile Darstellung optimieren

Für lokal bezogene Suchanfragen ist darüber hinaus ein Eintrag bei Google My Business erforderlich. Ebenso wie die Pflege und Korrektheit der Unternehmensinformationen u. a. bei den Öffnungszeiten. Bei lokalen Suchanfragen liegt die Intention des Users häufig darin, das Unternehmen vor Ort zu besuchen, bzw. direkten Kontakt aufzunehmen, was eine entscheidende Bedeutung für die Sichtbarkeit und Richtigkeit der Unternehmensdaten nach sich zieht.

Des Weiteren ist durch die Zunahme an Voice Search ebenso mit einer Steigerung der Nachfragen nach Audioangeboten zu rechnen, da es bei Audio-Antworten im Gegensatz zu den Videos keine visuellen Komponenten gibt.

  • Entwickeln Sie ein Markenbotschafter-Konzept.
  • Betrachten Sie Content Marketing als einen Gesamtprozess.
  • Definieren Sie Personas, um Ihre Zielgruppe noch besser zu verstehen.

Trend 7: The Big Data

Auch nichts Neues: Daten helfen! Sie helfen bei neuen Konzepten und neue Produkte zu entwickeln. Und das Beste daran ist: Man wird auch kreativer. Denn genau da sitzen noch die Schwachstellen für Computer, die Big Data kompensieren. Es gibt zahlreiche Unternehmen, die auf ihren Daten sprichwörtlich sitzen. Denn sie verfügen nicht über das Verständnis, die Infrastruktur oder die Fähigkeit, diese Daten zu lesen und auszuwerten.

Was bedeutet das für das Geschäftsergebnis im E-Commerce Bereich? – Und dabei spielt es keine Rolle, ob B2B oder B2C. Es ist entscheidend, hier die Möglichkeiten zur digitalen Transformation einzusetzen. Nutzen Sie diese und fangen Sie an, Ihre Daten nicht nur auszuwerten und in Exceltabellen oder Tools zu pflegen. Nutzen Sie die Daten, um wichtige Entscheidungen zu treffen und um kreativer zu sein!

 

Fazit

Sie möchten Ihren Kunden im Gedächtnis bleiben und weiterhin neue Kunden gewinnen? Entwickeln Sie Ihren Online-Shop kontinuierlich weiter. Wir von eggheads wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der Trends – und vergessen Sie nicht: Einer der wichtigsten Grundpfeiler für 2020 ist: Vertrauen!

Erfahren Sie in einem informativen Gespräch mit einem unser eggheads Experten, wie Sie Ihre Produktdaten vertrauensvoll in unterschiedliche Kanäle ausspielen.