Wie grenzt sich ein PIM-System von PCM-, PXM-, PLM- und MDM-Systemen ab?


PIM – Product Information Management

Aufgabe eines PIM-Systems ist es Produktdaten zentral und medienneutral zu speichern. Produktdaten sind unter anderem Beschreibungstexte, Bilder und technische Informationen wie Höhe, Länge und Breite. Von der Datenbeschaffung über die Datenanreicherung der Produkte bis zur Ausspielung der Daten in die verschiedensten Verkaufskanäle werden alle Produktdatenprozesse in einem System unterstützt.

Detaillierte Informationen zum Thema PIM und die Antwort auf die Frage “Warum Produktdaten für Unternehmen so wichtig sind” erhalten Sie auf unserer Seite Was ist PIM.

PCM – Product Content Management

Der Begriff PCM wird von vielen synonym zu PIM verwendet. Andere sehen PCM „nur“ als Anreicherungsfunktion für Produktdaten um Beschreibungstexte, Eigenschaften und Medien, daher verorten sie PCM nur im PIM-Prozessschritt „Datenanreicherung“. Funktionen wie Datenbeschaffung aus mehreren Quellen, Datenqualitätssicherung und die Ausspielung in viele Vertriebskanäle fehlen demnach einem PCM-System, weshalb PCM nur eine Teilfunktion von PIM ist.

PXM – Product Experience Management

Im modernen Produktvertrieb wird versucht die Customer Experience, also das Einkaufserlebnis der Kunden, möglichst zu maximieren, um hierdurch eine höhere Conversion Rate zu erzielen. Ein Baustein des Kundenerlebnisses ist die Product Experience, die als Grundlage für eine hohe Customer Experience gesehen wird. Hier setzt PXM an: Product Experience Management ist ein relativ neuer Begriff, der die Kernprozesse eines PIMs um einen weiteren Prozessteil erweitert: die „Kontextuierung“. In diesem Prozessschritt, der zwischen der Datenpflege und -ausspielung stattfindet, werden die Produktdaten um kontextabhängige Inhalte erweitert. Kontexte sind hierbei zum Beispiel die Anwendung, in der ein Produkt beim Kunden zum Einsatz kommt oder die Phase des Verkaufsprozesses. Durch unterschiedliche Produktinformationen für z. B. spezielle Anwendungen eines Produktes werden die Kunden ihren Bedürfnissen entsprechend zielgerichteter angesprochen, was sie im besten Fall mit einer Conversion danken.

Weitere Details zu PXM und warum es immer wichtiger wird finden Sie auf unserer Seite Was ist PXM.

PLM – Product Lifecycle Management

PLM beschreibt Softwarelösungen, die den Prozess der Produktentstehung/-entwicklung verwalten und alle in diesem Prozess anfallende Informationen speichern. PLM-Systeme sind daher vor allem für Hersteller mit einer eigenen Produktentwicklung relevant. Die im Zuge der Produktentwicklung gesammelten Informationen sind bei Herstellern oft die Basis für die Produktinformationen, die für einen Vertrieb der Produkte benötigt und dann in einem PIM-System gespeichert werden.

MDM – Master Data Management

Während ein PIM-System nur den Bereich der Produkte betrachtet, gehen MDM-Systeme einen Schritt weiter und managen auch Objekte aus anderen Bereichen. Ziel ist die Verbindung unterschiedlicher Datenquellen eines Unternehmens, zur Ableitung qualitativ hochwertiger Geschäftsentscheidungen. Typische Objekte, die ein sogenanntes Multi-Domain Master Data Management System verwaltet, sind neben den Produkten auch Kunden, Kundengruppen, Lieferanten, Partner, Mitarbeiter und Aufträge. Durch die Verknüpfung dieser Objekte miteinander erhält der Nutzer eine Art 360° Sicht auf seine Kunden und Produkte.

Weitere Informationen zu MDM und Beispiele, in denen der Einsatz eines Master Data Management Systems sinnvoll ist, bekommen Sie auf unserer Seite Was ist MDM.

 

Autor: Sebastian Faber
Sebastian Faber hat mit 22 Jahren Betriebswirtschaft studiert und arbeitet seit über 5 Jahren bei eggheads im Marketing. Er widmet sich mit Begeisterung unter anderem der Findung von zielgruppenrelevanten Themengebieten. Die Abgrenzung spielt bei diesem Themengebiet, zur angebotenen Software, eine wichtige Rolle. Er setzt sich tagtäglich mit den unterschiedlichen Ansätzen des softwarebasierten Produktmanagements auseinander.
 
 
 
"Für mich ist ein PIM-System ein wesentlicher Baustein im Produktdatenprozess eines jeden Hersteller oder Händlers und unumgängliches Herzstück einer Omnichannel-Strategie."

Sebastian Faber

 

 
 

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